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STALKING |
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Es
war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. "Um sechs Uhr am frühen
Morgen klingelte es an der Haustür. Ich war noch verschlafen,
öffnete die Tür. Da schlug er einfach zu und traf mich
auf der Nase. Ich war so erschrocken, dass ich nur noch rief: Wer
sind Sie?'. Er drehte sich noch kurz um, während er die Treppe
herunterlief. Da habe ich ihn erkannt". In diesem Moment des
frühen Morgens in der Vorweihnachtszeit 1989, dem Augenblick,
da Michael R. zuschlug, veränderte sich das Leben von Renate
F. Sie
war das erste Mal Opfer ihres "Stalkers" geworden, und
ihre Leidensgeschichte sollte acht Jahre dauern. Michael R.: ein
Schüler, den die in der Erwachsenenbildung tätige Frau
Jahre zuvor unterrichtet und seitdem nicht mehr gesehen hatte. Er
sei ihr immer als "als extrem auffällig" in Erinnerung
geblieben, sagt sie. Sie habe Mitleid mit dem jungen Mann gehabt,
erzählt sie, ihn gegrüßt, ihn, den alle anderen
gemieden haben. Und: "Das war der Fehler."
1989
erschoss Robert John Bardo die Schauspielerin Rebecca Schaeffer
an ihrer Wohnungstür in Los Angeles. Bardos Amoktat und in
der Folge weitere vier Morde in nur sechs Wochen an Frauen in Kalifornien
alarmierten die Öffentlichkeit, Polizei und auch die Wissenschaft.
In allen Fällen stellten sich Gemeinsamkeiten heraus. Und sie
korrelierten mit der Ermordung John Lennons und dem Mordanschlag
auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan. Wissenschaftler
wie Paul Mullen in Australien oder J. Reid Meloy in den USA fassen
sie unter dem Begriff "Stalking" zusammen. Das Wort kommt
aus der englischen Waidmannssprache und wird mit "sich an ein
Wild heranpirschen" übersetzt. //Mehr
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DER LUMPENSAMMLER VON TOKIO |
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Der Karl, das ist ein seltener Heiliger", hieß
es immer in der Familie. Was man so sagt, um sich abzugrenzen. Der
sei in Japan. Missionar. "Der ist nach dem Krieg da hingegangen."
Und vorher hatte er sich mit "den Nazis" angelegt. Der
Karl: Franziskanerpater Karl Gereon Goldmann. Mein Onkel. Einer,
der es hier nicht mehr ausgehalten hat. Rund
30 Jahre lang haben wir uns nicht mehr gesehen. Damals spielte er
Fußball im Garten. Ein 1,88 Meter großer schlanker Mann
im braunen Habit holt aus zum Schuss. Eine Bewegung auf einem alten
kleinen Schwarz-Weiß-Foto festgehalten, die was von der Leichtigkeit
eines Derwischs hat. Die Adresse des Derwischs hat sich mir eingebrannt:
Tokio, Itabashi Ku, Saiwai Cho 8.
Wo ist er jetzt? In Fulda. Auf der Krankenstation
im Mutterkloster der Franziskaner auf dem Frauenberg. Und wie ist
er jetzt? Sein Zimmer ist bescheiden, hell. Ein Bett, zwei leicht
schäbige Stühle. Er sitzt am Fenster in einem hochlehnigen
Ledersessel: Managerstuhl. Ein offener Blick. Der 85- Jährige
im braunen Habit der Franziskaner schaut mich aus blauen Augen gerade
an. Er soll noch einmal von vorne erzählen. Das kommt jetzt
öfter vor, seitdem er wieder zurück ist. //Mehr
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ZEITUNG, SÄCHSISCHE ZEITUNG, GENERAL-ANZEIGER BONN, FRANKENPOST,
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| Troubky - BAD - Der Eismeister
- Gleitschirm - Maikäfer flieg - Der Lumpensammler von Tokio
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- Heimat in Ruinen - Pilgern zur Springprozession - Stolpersteine
- Der Große Tofumacher - Spukschloss des Theaters - Bammel vor
dem Ballermann - Dachbau Magazin (Überblick) //
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Isenheimer Altar - J.M.W.Turner - Documenta
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| Das
ist die Kraft der Einheimischen!" Eduard Geyer, Bürgermeister
von Oberstdorf im Oberallgäu lehnt sich in seinem Stuhl
im Amtszimmer kurz zurück. 30 Jahre lang hat er die Geschicke
im 11.000 Einwohner und rund 18.000 Fremdenbetten zählenden
Tourismusort mitgestaltet. Gemeinderäte hat er kommen und
gehen sehen, den Ort im Kern autofrei gemacht, Pläne angeschoben,
verworfen, den Bayerischen Rechnungshof gegen sich aufgebracht
- doch die "Rechtler" blieben. |
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| "Die sind hier die zweite
Kammer, so etwas wie der Bundesrat", sagt der Bürgermeister.
Es gebe zwei Arten der politischen Kontrolle durch die Bürger
von Oberstdorf: Durch die Kommunalwahlen alle sechs Jahre. Und
durch die "Rechtler" - täglich. //
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Berichte
aus der Region zwischen
Aachen, Bonn, Koblenz und Trier. |
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