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WIEN IN 6 STUNDEN |
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Hawelka und Kapuzinergruft - 2007 |
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| Freundlich,
so sind sie, einfach freundlich. Vom Wiener Schmäh muss man nichts
mitbekommen in Wien. Das zum Thema Klischeezertrümmerung. Mit
dem CAT, dem Central Airport Train Anreise von Schwechat in die Innenstadt.
Schicker Zug, beste Sitze, teuer. Endstation ist in der U-Bahn Station
"Landstraße (Wien Mitte)" am Neuen Justizpalast. Weit
und breit keine Stephansdom-Spitze zur Orientierung zu sehen. Könnte
genauso gut in Prag oder London sein - sieht man mal vom Rechtsverkehr
ab. Wie der Name der Haltestelle schon sagt ist das für eine
Metropole vielversprechend zweideutig. Fragt man Passanten, "wo
geht's hier zum Dom?", eine klare Antwort: "Gehns' wieder
in die U-Bahn rein, Richtung Ottakring, die U2, zwei Stationen". |
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| Das
beruhigt. Vorsichtshalber in den Serviceschalter der "Wiener
Linien": "Haben Sie einen kostenlosen Innenstadtplan und
eine Übersichtsplan des U- und S-Bahnnetzes?". Wieder Treffer.
Auf der Vorderseite des A5 großen Blattes das Streckennetz,
hinter drauf die Innenstadt, praktischerweise mit touristenfreundlichen
Grafiken der wichtigsten Anlaufpunkte in detailgetreuer Grafik. Bei
der nächsten Frage aber zeigt sich, was ein Wiener ist: "Können
Sie mir sagen, wo hier die berühmtesten Kaffeehäuser sind,
wie das Landtmann?'" Da nehmen sich zwei freundliche Servicemitarbeiter
die Zeit, helfen das "Landtmann" und das "Central"
auf dem Plan zu markieren. Obwohl, meint der eine, das "Central"
gefalle ihm noch besser als das "Landtmann", man müsse
beides sehen. Als ich einwerfe, beginnen wolle ich ohnehin im "Hawelka"
in der Dorotheergasse, ein Lachen: "Na, da sind sie in Wien ja
für einen Tag bestens versorgt!" //
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