| J.M.W.Turner 1775-1851
1775
Joseph Mallord William Turner wird in Covent Garden als Sohn des Barbiers
und Perückenmachers William Turner geboren.
1787
Erste Zeichnungen.
1789-1790
Das erste Skizzenbuch entsteht. Als Zeichner für verschiedene Architekten
beschäftigt. Arbeit bei Thomas Malton. Aufnahme in die Kunstschule
der Royal Academy. Ausstellung des ersten Aquarells.
1793
Sommerliche Zeichentour nach Südwales - sein Leben lang wird Turner
nahezu jedes Jahr auf Reisen sein. Auszeichnung durch die Royal Academy.
1794
Vorlagen für Stiche. Turner wird als topographischer Zeichner bekannt.
1796
Die ersten Ölbilder entstehen.
1799
Unter anderem Studium nach alten Meistern. Den tiefsten Eindruck erhält
er durch die Bilder Claude Lorrains in der Sammlung Angerstein. "Associate
Member" der Royal Academy.
1801-1802
Reise nach Schottland. Erste Schweizer Reise und Bildstudium im Louvre.
Skizzen und Gemälde als Vorlagen für das "Liber studiorum".
Vollmitglied der Royal Academy.
1803
Die Auseinandersetzungen um seine Kunstauffassung beginnen.
1804
Eröffnung einer eigenen Galerie. Die Mutter stirbt, der Vater betreut
seitdem Turners Haushaltung.
1807
Band 1 des "Liber studiorum" erscheint. Ernennung zum Professor
für Perspektive an der Royal Academy.
1808
Sommer auf Petworth.
1811
In der Folge Illustrationen zu Cook, Byron, Scott. Aufnahme der Vorlesungen
über Perspektive.
1817
Erste Rheinreise.
1818
Schottlandfahrt im Herbst.
1819
Erste Italienreise: Turin, Como, Venedig; Aufenthalt in Rom und Neapel,
Rückreise über Florenz.
1821
Frankreichfahrt: Paris, Rouen, Dieppe - zur Illustration von "Rivers
of France".
1822
Wiedereröffnung der erweiterten Galerie Turners in der Queen Anne
Street, London.
1825
Zweite Rheinreise.
1828
Zweite Italienreise. In Rom u.a. "Regulus" ausgestellt. Er
rahmt dazu seine Gemälde mit dicken Schiffstauen. Die Ausstellung
stößt auf Unverständnis. Begegnung mit den Nazarenern.
1829
Tod des Vaters. Turner verfasst ein Testament, in dem er einen Teil
seines Vermögens einer Stiftung für mittellose Landschaftsmaler
vermacht.

J.T.Smith: Turner im Print Room des British Museum, 1830-32. The British
Museum.
1830
In den folgenden sieben Jahren - bis zum Tod Lord Egremonts - immer
wieder in Petworth. Dort stand Turner stets ein Atelier zur Verfügung.
Nach dem Tod seines Vaters war Petworth - neben den Kontakten zu den
Kollegen der Royal Academy - für Turner der einzige Ort der Geselligkeit:
Angeln, Jagen, Landpartien, Musizieren, Feste, Gespräche über
Literatur und Kunst.
1835
Zweiter Venedigaufenthalt. Reise über Berlin, Dresden, Prag, Wien.
1837
Turner beendet seinen Lehrauftrag an der Royal Academy.
1840
Begegnung mit John Ruskin (1819-1900), der Turners Malerei in seinem
aufsehenerregenden fünfbändigen Werk "Modern painters"
erstmals interpretatorisch zugänglich macht. Letzter Venedigaufenthalt.
Eastlake schenkt ihm ein Exemplar von Goethes "Farbenlehre".
1841
In den folgenden Jahren schließen sich weitere Reisen in die Schweiz
und eine Fahrt nach Oberitalien und Tirol an. Der Zyklus der späten
Schweizer Aquarelle entsteht.
1845
Frühjahr und Herbst kürzere Reisen nach Frankreich - seine
letzten Aufenthalte im Ausland. Nachlassen der Gesundheit. Amt des Kassenprüfers
der Royal Academy als ältestes Mitglied.
1850
Letzte Ausstellung in der Royal Academy.
1851
Tod in seinem Haus in Chelsea am 19. 12. Ehrenhafte Beisetzung in St.Paul's
Cathedral.
© Michael Bockemühl, J.M.W.Turner 1775-1851. Die Welt
des Lichts und der Farbe; Benedikt Taschen Verlag, Köln; 1993.
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