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Biografie
Interview Andrew Wilton (TATE)
TURNER Licht und Farbe
Galerie
Web + Turner in Essen
11.9.2001
Impressum + Copyrights
Selbstporträt, ca. 1799 (Tate)
J.M.W.Turner 1775-1851

1775
Joseph Mallord William Turner wird in Covent Garden als Sohn des Barbiers und Perückenmachers William Turner geboren.

1787
Erste Zeichnungen.

1789-1790
Das erste Skizzenbuch entsteht. Als Zeichner für verschiedene Architekten beschäftigt. Arbeit bei Thomas Malton. Aufnahme in die Kunstschule der Royal Academy. Ausstellung des ersten Aquarells.

1793
Sommerliche Zeichentour nach Südwales - sein Leben lang wird Turner nahezu jedes Jahr auf Reisen sein. Auszeichnung durch die Royal Academy.

1794
Vorlagen für Stiche. Turner wird als topographischer Zeichner bekannt.

1796
Die ersten Ölbilder entstehen.

1799
Unter anderem Studium nach alten Meistern. Den tiefsten Eindruck erhält er durch die Bilder Claude Lorrains in der Sammlung Angerstein. "Associate Member" der Royal Academy.

1801-1802
Reise nach Schottland. Erste Schweizer Reise und Bildstudium im Louvre. Skizzen und Gemälde als Vorlagen für das "Liber studiorum". Vollmitglied der Royal Academy.

1803
Die Auseinandersetzungen um seine Kunstauffassung beginnen.

1804
Eröffnung einer eigenen Galerie. Die Mutter stirbt, der Vater betreut seitdem Turners Haushaltung.

1807
Band 1 des "Liber studiorum" erscheint. Ernennung zum Professor für Perspektive an der Royal Academy.

1808
Sommer auf Petworth.

1811
In der Folge Illustrationen zu Cook, Byron, Scott. Aufnahme der Vorlesungen über Perspektive.

1817
Erste Rheinreise.

1818
Schottlandfahrt im Herbst.

1819
Erste Italienreise: Turin, Como, Venedig; Aufenthalt in Rom und Neapel, Rückreise über Florenz.

1821
Frankreichfahrt: Paris, Rouen, Dieppe - zur Illustration von "Rivers of France".

1822
Wiedereröffnung der erweiterten Galerie Turners in der Queen Anne Street, London.

1825
Zweite Rheinreise.

1828
Zweite Italienreise. In Rom u.a. "Regulus" ausgestellt. Er rahmt dazu seine Gemälde mit dicken Schiffstauen. Die Ausstellung stößt auf Unverständnis. Begegnung mit den Nazarenern.

1829
Tod des Vaters. Turner verfasst ein Testament, in dem er einen Teil seines Vermögens einer Stiftung für mittellose Landschaftsmaler vermacht.



J.T.Smith: Turner im Print Room des British Museum, 1830-32. The British Museum.

1830
In den folgenden sieben Jahren - bis zum Tod Lord Egremonts - immer wieder in Petworth. Dort stand Turner stets ein Atelier zur Verfügung. Nach dem Tod seines Vaters war Petworth - neben den Kontakten zu den Kollegen der Royal Academy - für Turner der einzige Ort der Geselligkeit: Angeln, Jagen, Landpartien, Musizieren, Feste, Gespräche über Literatur und Kunst.

1835
Zweiter Venedigaufenthalt. Reise über Berlin, Dresden, Prag, Wien.

1837
Turner beendet seinen Lehrauftrag an der Royal Academy.

1840
Begegnung mit John Ruskin (1819-1900), der Turners Malerei in seinem aufsehenerregenden fünfbändigen Werk "Modern painters" erstmals interpretatorisch zugänglich macht. Letzter Venedigaufenthalt. Eastlake schenkt ihm ein Exemplar von Goethes "Farbenlehre".

1841
In den folgenden Jahren schließen sich weitere Reisen in die Schweiz und eine Fahrt nach Oberitalien und Tirol an. Der Zyklus der späten Schweizer Aquarelle entsteht.

1845
Frühjahr und Herbst kürzere Reisen nach Frankreich - seine letzten Aufenthalte im Ausland. Nachlassen der Gesundheit. Amt des Kassenprüfers der Royal Academy als ältestes Mitglied.

1850
Letzte Ausstellung in der Royal Academy.

1851
Tod in seinem Haus in Chelsea am 19. 12. Ehrenhafte Beisetzung in St.Paul's Cathedral.

© Michael Bockemühl, J.M.W.Turner 1775-1851. Die Welt des Lichts und der Farbe; Benedikt Taschen Verlag, Köln; 1993.